Unser Ausflug nach Schmannewitz

Am letzten Wandertag der 3. Klassen ging es bei strahlendem Sonnenschein in die Dahlener Heide, konkret nach Schmannewitz. Hier wurde zunächst das bäuerliche Museum besucht. Dabei handelt es sich um einen klassischen Dreiseitenhof (errichtet 1860), welcher durch die Initiative des Verschönerungsverein 1882 e.V. erhalten werden konnte und zu jenem Museum umgebaut wurde, das den Besuchern einen Einblick in das Leben auf dem Dorf, Anfang des 20 Jahrhunderts bietet. Bevor die Schüler den Rundgang durch die Räumlichkeiten begannen, durften sie ganz nach Unterrichtsmanier noch einmal still sitzen und einen Film ansehen. In diesem wurde gezeigt, mit welcher körperlich schweren Arbeit zu dieser Zeit die Getreideernte verbunden war. Die ganze Familie wurde dabei eingebunden und moderne Traktoren und Erntemaschinen waren in dem Film natürlich nicht zu sehen.
Die Führung durch die Räumlichkeiten erfolgte dann durch zwei freundliche Vereinsmitglieder. Sämtliche Wohnräume und sogar der Dachboden waren noch im Ursprungszustand belassen und mit Mobiliar und Alltagsgegenständen aus der damaligen Zeit eingerichtet. Besser konnte man den Schülern nicht zeigen, wie sich das Leben in über einem Jahrhundert verändert hat.
Weiteres aus dieser Zeit gab es dann auf dem Hof zu entdecken. Pferdewagen, Sensen, mechanische Kartoffelerntemaschinen, die ersten Dreschmaschinen, Zinkwannen, Laufgewichtswaagen und vieles mehr konnte bestaunt werden. Ganz besonders angetan waren dann alle von der Schau-Schmiede. Sowohl die Jungen, als auch die Mädchen nahmen mit Begeisterung den schweren Schmiedehammer in die Hand und bearbeiteten das Eisen bis die Funken flogen.
Anschließend gab es eine Wanderung auf dem Naturlehrpfad. An den Waldwegen legten unsere kleinen Wanderer immer wieder kurze Zwischenstopps ein um sich frische Heidelbeeren schmecken zu lassen, die sie zuvor pflückten. Egal ob im Wald, auf der Wiese oder am Gewässer, an dem dann auch die Essenspause gehalten wurde, es gab viele Pflanzenarten und Getier zu sehen. Die heiße Sonne sorgte dafür, dass jeder seine Getränkeflasche geleert hatte und pünktlich zur Mittagszeit hieß es dann wieder Abfahrt zur Heimatstadt.

Geschrieben von Herrn Weithaas